Forex
Unter dem Begriff Forex (engl.: Foreign Exchange) versteht man den Handel mit Währungen auf dem internationalen Währungsmarkt. Dieser Markt ist nicht, wie die vergleichbaren Aktienmärkte, an bestimmte Handelsplätze gebunden, sondern der Handel erfolgt vielmehr über das Internet bzw. das Telefon. Aufgrund der Komplexität war der Forex Markt bisher nur den Banken bzw. institutionellen Anlegern vorbehalten. Seit einiger Zeit haben aber auch Privatanleger die Möglichkeit, den sehr lukrativen Devisenmarkt zu nutzen und dort zu handeln. Dieser Markt zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass hier auch dann Gewinne erzielt werden können, wenn an den Aktienmärkten herbe Verluste anstehen. Weiterhin ist der Markt unabhängig und nahezu losgelöst von anderen Märkten. Der Handel bei Forex kann rund um die Uhr an 24 Stunden erfolgen, und zwar jeden Tag in der Woche. Lediglich an Feiertagen bleibt der Forex Markt geschlossen, aber auch dann nur im jeweiligen Ursprungsland dieser Währung.
Auf dem Devisenmarkt werden, wie bereits erwähnt, Währungen gehandelt. Hierbei finden sich immer zwei Währungspaare, beispielsweise Euro und Dollar, oder Dollar und japanische Yen, zusammen, die gleichzeitig gekauft und verkauft werden. Die Summe der Währungspaare, die auf dem Forex Markt gehandelt werden, ist sehr vielfältig, so dass jeder Anleger seine gewünschte Währung handeln kann. Der Handel erfolgt vielfach durch Kasse-, häufig aber auch durch Termingeschäfte. Ziel ist es natürlich, durch Spekulationen auf die eine oder andere Währung einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen und anschließend die Währung wieder zu verkaufen.
Währungsschwankungen entstehen aus vielfältigen Gründen. Wichtig sind hierbei natürlich Angebot und Nachfrage, die jedoch wieder auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sind. So steigt eine Währung beispielsweise bei einem hohen Bruttoinlandsprodukt des Landes, einer geringen Verschuldung sowie einem niedrigen Leitzins. Daher können Leitzinsveränderungen oder aber die Aufnahme neuer Schulden eines Landes zu starken Währungsschwankungen führen. Auch Kriegsereignisse können eine Ursache hierfür sein. In jedem Fall spielen die verschiedenen Faktoren zusammen, selten ist nur ein Ereignis für den Anstieg oder den Fall einer Währung verantwortlich. Anleger, die im Forex Markt investieren, sollten daher die wirtschaftlichen Zusammenhänge sehr gut nachvollziehen und bewerten können.
Der Forex Handel im Internet
Der Forex Handel kann im Internet bei verschiedenen Anbietern durchgeführt werden. Dort werden den Anlegern auch die notwendigen Handelssysteme zur Verfügung gestellt, mit denen der Handel der Währungen erst möglich wird. Hochwertige Handelssysteme bieten weiterhin die Möglichkeit, Nachrichten aus der Welt zu verfolgen, selbst Handlungsempfehlungen werden vielfach ausgesprochen. Durch professionelle Handelssysteme wird es dem Anleger also auch vereinfacht.
Der wohl größte Vorteil des Forex Handels ist der im Vergleich zum klassischen Aktienmarkt niedrige Einsatz, den Anleger zur Verfügung stellen müssen. Um eine Position im Forex Handel eröffnen zu müssen, ist oft nur 1% des Basiswertes auf dem Forex Konto zu hinterlegen. Hierdurch ergibt sich natürlich auch eine Hebelwirkung, die überproportionale Gewinne, gleichzeitig aber auch hohe Verluste mit sich bringen kann. Um das Risiko zu begrenzen, kann im Handelssystem auch ein Stopp vereinbart werden. In diesem Fall wird die Währung beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses automatisch verkauft, um die Verluste zu begrenzen. Für eine Forex Position von 5.000 Euro sind somit nur 500 Euro zu hinterlegen. Der Forex Markt kann daher auch von Anlegern mit eher kleinen Einsätzen genutzt werden.
Fazit: Forex bietet die Möglichkeit, Währungen zu handeln und hiermit hohe Gewinne zu erzielen. Anleger dürfen aber nie die Risiken vergessen, die hiermit verbunden sind, denn mitunter sind bei einer gehandelten Position bis zu 75% Verlust möglich. Detaillierte Kenntnisse sind daher von Vorteil.